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Die Votings - nicht der Schnellste gewinnt!

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152VO ist anders als andere Rennklassen. Den Pokal des "High-Point-Winners" trägt nicht unbedingt derjenige nach Hause, der die Rennen siegreich absolviert hat. Sondern derjenige, der das beste Gesamtergebnis aus Bauwertung und Rennwertung erzielt. So ist es möglich, dass auch ein etwas "langsamerer" 152VO-Pilot letztlich zu "High-Point-Winner"-Ehren gelangt, wenn er in anderen Disziplinen glänzen kann.

Wie funktioniert das? Ganz einfach:

Neben den Rennpunkten kann jeder 152VO-Pilot bei den "Votings" weitere Punkte für sein Geamtergebnis sammeln. Eine Jury vergibt Punkte in 11 vordefinierten Baukategorien. Jede dieser Voting-Kategorien repräsentiert dabei einen Grundgedanken der 152VO-Rennklasse.

 

Die "Mandatory 152VO-Votings"

Auf jedem Treffen werden die fünf besten Teilnehmer der folgenden 5 Kategorien prämiert:

  1. Best of the Show (das schönste Boot bzw. die überzeugendste Gesamtpräsentation)
  2. Best Finish (alles, was auf der "Außenhaut" passiert: Lackierung, Fittings, Bootsname, Details, etc.)
  3. Best Mill (der beste, schönste oder ungewöhnlichste Außenborder)
  4. Best Cockpit (das schönste Cockpit)
  5. Sexiest Pilot alive (die beste Pilotenfigur)


Die "Optional 152VO-Votings"

Sonderpunkte werden an die ein bis fünf besten Teilnehmer in folgender Kategorie vergeben:

  1. Best Trainee (bester Nachwuchsfahrer)

 

Wie wird gevoted?

a) Die Punktevergabe

orientiert sich an den Wertungstabellen in den APBA Racing Rules von 1953.

  • 400 Punkte für den Sieger einer Voting-Kategorie
  • 225 Punkte für den Zweitplatzierten einer Voting-Kategorie
  • 127 Punkte für den Drittplatzierten einer Voting-Kategorie
  • 71 Punkte für den Viertplatzierten einer Voting-Kategorie
  • 40 Punkte für den Fünftplatzierten einer Voting-Kategorie
  • Das "Best of the Show"-Voting wird doppelt gewertet (also 800 / 450 / 254 / 142 / 80 Punkte)

Teinehmer mit mehreren Booten können in der gleichen Voting-Kategorie nicht zweimal punkten. Angenommen, zwei deiner Boote landen beim "Best of the Show"-Voting auf Platz 1 und 3. Dann erhältst du die Punkte des besseren Bootes (in diesem Beispiel also Platz 1). Die Punkte von Platz 3 werden aus der Wertung gestrichen. Die anderen Telnehmer rücken nicht nach, sondern bleiben auf ihren Plätzen. 

Theoretisch kann der High-Point-Winner einer 152VO-Competition somit maximal 4.400 Punkte erzielen:
2 x 800 = 1600 Punkte aus den beiden besten Rennen plus 2800 Punkte aus den Votings.


b) Die Jury

wird spätestens zu Beginn der Competition vom 152VO-Headquarter benannt. Sie besteht aus drei Juroren, die über kompetente Kenntnisse der Originale und der Modelle verfügen. Die drei Juroren können und sollen sich bei der Entscheidungsfindung untereinander beraten. Die Jury-Entscheidungen sind nicht anfechtbar und müssen nicht begründet werden.

Die Jury legt fest, wann sie im Verlauf der 152VO Competition die Votings durchführt. Zum festgelegten Zeitpunkt müssen sich die Boote an der Pitlane (= an den Stegen) befinden. Boote, die während der Votings nicht an der Pitlane liegen, können nicht bewertet werden! 

Die Jury muss nicht zwangsläufig alle Votings in Alleinentscheidung durchführen. Alternativ können auch eine oder mehrere Kategorien in einem gemeinsamen "Team Voting" von allen Competitionteilnehmern abgestimmt werden.


c) Welche / wie viele Boote können gevoted werden?

Prinzipiell wird jedes registrierte 152VO-Modell gevoted, das a) auf der Competition anwesend ist und b) die technische Abnahme bestanden hat. Das gevotete Boot muss also kein Qualifying und kein Rennen absolviert haben! Jeder Fahrer kann so viele eigene Boote ins Voting schicken, wie er möchte bzw. besitzt.


d) Die Bewertungskriterien im Detail

Die folgenden 5 Votings sind "mandatory", d.h.: sie werden bei jeder Outboard Racing Team Competition durchgeführt. Prämiert werden die fünf besten 152VO-Piloten in den folgenden Kategorien:

  1. Best of the Show (Punkte zählen doppelt!): hier muss einfach alles an deinem Racer stimmen! Prämiert werden die besten "Eyecatcher" unter den Modellen, sprich: die schönsten, detailliertesten, aufwändigsten, ungewöhnlichsten oder spektakulärsten 152VO-Racer. Entscheidungskriterien sind: sauberste bauliche Ausführung des Modells und aller vorhandener Details, baulicher Aufwand, außergewöhnliche Erscheinung, gute Gesamtpräsentation, hoher "Wow!-Faktor". Hier könnten z.B. auch solche 152VO-Racer prämiert werden, die auf einem maßstäblichen Trailer mit Zugmaschine präsentiert werden, mit einem hervoragenden "Weathering" (= vorbildliche Alterungsspuren) versehen sind oder auf andere Art durch eine überzeugende Gesamterscheinung glänzen.  
    Grundgedanke: The Show must go on - zeig' dein ganzes Können!

  2. Best Finish: hier prämiert die Jury die gekonnte Ausführung und Detaillierung der "Außenhaut" eines 152VO-Racers. Entscheidungskriterien sind: eine besonders saubere und / oder aufwändige Lackierung, filigrane Griffe und Beschlagteile, gute Decals / Logos, schöne Schriftzüge, eine vorbildliche Persenning auf dem vorderen Cockpit, etc.pp. 
    Grundgedanke: ein meisterliches Finish bedeutet viel Arbeit - hier wird sie gewürdigt!

  3. Best Mill: die originalen Außenborder wurden im Fahrerjargon der 50er Jahre häufig als "Mill" (Mühle) bezeichnet. Hier wird die technische und optische Ausführung der besten Modell-Außenborder prämiert. Entscheidungskriterien sind z.B. vorbildgetreue Motorhauben, perfektes / originalgetreues Finish, hervorragende technische Detaillösungen, vollständige Eigenkonstruktionen, etc.
    Grundgedanke: die Außenborder sind das Herz und das Alleinstellungskriterium unserer Rennklasse - besondere Sorgfalt wird hier honoriert!


  4. Best Cockpit: dieser Punkt ist nahezu selbsterklärend. Prämiert wird das optisch schönste Cockpit. Die Fahrerfigur wird hierbei jedoch nicht berücksichtigt! Entscheidungskriterien sind: vorbildgetreuer Gesamteindruck, Ausführung der Details (Lenker, Handgashebel, Kneeling Board, Steering Board, evtl. vorhandene Instrumente, evtl. vorhandener Tank). Da die wenigsten Originale mit Instrumenten und Tank ausgerüstet waren, führt ein Fehlen dieser Teile nicht zur Abwertung! Das Sieger-Cockpit muss also nicht etwa möglichst reichhaltig ausgestattet sein, sondern einen möglichst realistischen, vorbildgetreuen Eindruck vermitteln.
    Grundgedanke: das Cockpit ist der Arbeitsplatz unserer 1:6-Piloten - tobe dich an der vorbildlichen Detaillierung aus!

  5. Sexiest Pilot alive: eine Prämierung besonders realistisch aussehender und vorbildlich gekleideter Pilotenfiguren. Die Pilotenfigur beeinflusst maßgeblich die Gesamtoptik deines Racers, darum lass' ihr besondere Sorgfalt angedeihen. Entscheidungskriterien sind: besonders "echt" aussehende Pilotenfigur, realistisches Gesicht / Hände, vorbildgetreue Schwimmweste und Helm, vorbildliche und zeitgemässe Kleidung im Stil der 30er bis 50er Jahre, leichte Schuhe, möglichst unauffällige Befestigung der Figur im Cockpit, etc.
    Grundgedanke: in einen 152VO-Racer gehört ein standesgemässer Vintage-Pilot - keine Chance für spielzeughafte Barbies und Kens!


Das folgende Voting ist optional. Es kann nur dann durchgeführt werden, wenn die Grundvoraussetzung erfüllt ist, dass es in dieser Kategorie überhaupt etwas zu voten gibt. Denn es macht keinen Sinn, ein "Best Trainee"-Voting durchzuführen, wenn seit dem Vorjahr kein neues Teammitglied dazu gekommen ist. Prämiert werden ein bis fünf 152VO-Piloten in der nachfolgenden Kategorie:

  1. Best Trainee: eine Auszeichnung für 152VO-Neueinsteiger, die sich z.B. durch besonderes Engagement, besondere Hilfsbereitschaft, besonders defensiv-sichere Fahrweise, ein besonders tolles Modell, etc. hervorgetan hat. Sprich: wer von Anfang an den Garagengroove im Blut hat, hat hier beste Chancen. Diese Auszeichnung kann nur einmal an einen neuen 152VO-Piloten vergeben werden - denn im folgenden Jahr ist der Ausgezeichnete ja kein "Trainee" mehr.
    Grundgedanke: jeder Neueinsteiger gehört von Anfang an dazu - und die groovigsten erhalten einen Einstiegsbonus